Facebook: Optimierung des Kampagnenbudgets als Standard


Der Automatisierungsprozess in der Kampagnenoptimierung im Facebook-Werbeanzeigenmanager schreitet voran und ab September 2019 wird automatisch die Budgetzuweisung von der Anzeigengruppenebene auf die Kampagnenebene verschoben. Dieses bislang freiwillige Feature namens „Optimierung des Kampagnenbudgets“ wird somit zum Standard erhoben und kann ab diesem Herbst nicht mehr deaktiviert werden.

Eine intensivere Beleuchtung dieses Automatismus sind in unserem Artikel vom Dezember 2017 zu finden. In vielen internen Tests konnten wir uns von der Funktionalität überzeugen, die sicherlich auch vom Einsatzzweck abhängig ist und also nicht pauschal positiv oder negativ gewertet werden kann. Als einen Vorteil konnten wir die starke Vereinfachung der Kampagneneinrichtung und des operativen Kampagnenmanagements werten. Das Tages- bzw. Laufzeitbudget wird ab September 2019 ausschließlich auf Kampagnenebene festgelegt. Die darunter geordneten Anzeigengruppen teilen sich dann ein gemeinsames Budget, das durch den Facebook-Algorithmus automatisch je nach Performance zwischen den Anzeigengruppen aufgeteilt wird. Für Automatisierungsfreunde stellt dieses Feature eine wirkliche Verbesserung dar. Wer aber lieber selbst die Zügel in den Händen halten will, wird auf den ersten Blick weniger erfreut sein. Denn als einen großen Nachteil der automatischen Budgetvergabe stellte sich in unseren Tests das starke Ungleichgewicht zwischen gut performenden und weniger gut performenden Anzeigengruppen heraus. Während Anzeigengruppen mit einer durch den Algorithmus eingestuften schwachen Performance fast gar nicht mehr ausgespielt wurden, schnellte die Frequenz bei den stark performenden Anzeigengruppen signifikant in die Höhe.

Um dem Werbetreibenden mehr Einflussnahme auf die Ausspielung zu ermöglichen, können auf Anzeigengrupppenebene für jede Anzeigengruppe Ausgabenlimits mit Mindest- und Maximalwerten definiert werden. Darüber hinaus haben auch die Gebotsstrategien weiterhin Bestand.  Allerdings findet sich deren Einrichtung nun ebenfalls auf der Kampagnenebene. Hier besteht die Wahl zwischen der automatischen Gebotsstrategie „Niedrigste Kosten“, die, wie der Name schon sagt, die meisten Ergebnisse zu den geringsten Kosten versucht zu erzielen. Des Weiteren können auch „Maximalgebote“ und „Zielkosten“ für jede Anzeigengruppe festgelegt werden.

Wer die größtmögliche Kontrolle über seine Kampagnen haben möchte, sollte mit diesem Instrumentarium arbeiten. Wer eine rein Algorithmus gesteuerte Performance bevorzugt, dem wird durch die ab September 2019 obligatorische Optimierung des Kampagnenbudgets eine attraktive Vereinfachung des Kampagnenmanagements gegeben.

Quelle:

https://www.facebook.com/business/m/one-sheeters/campaign-budget-optimization, aufgerufen am 22.03.2019

Autor: Martin Schneider

Datum der Veröffentlichung: 22.03.2019