Google Ads – Voranschreitende Monetarisierung von Google Maps


Der Kartendienst Google Maps – zweifelsfrei eines der bekanntesten Produkte aus dem vielfältigen Google Serviceportfolio – soll angesichts seiner zunehmenden Reichweitengenerierung eine noch stärkere Rolle im Bereich der Werbeanzeigenschaltung einnehmen. Über eine Milliarde Menschen weltweit verwenden den, weitestgehend werbefreien, Kartendienst aktiv zur Erkundung neuer Städte oder um Ladengeschäfte zu finden. Vierzehn Jahre nach dessen Start soll sich dies nun ändern und lokalen Werbetreibenden die Möglichkeit offeriert werden, die Aufmerksamkeit der suchenden Nutzer verstärkt auf ihre jeweiligen Unternehmen zu lenken. Hierzu werden lokale Suchnetzwerk-Anzeigen ausgespielt, welche eingeblendet werden, sobald ein Servicenutzer eine Suchanfrage nach einem Unternehmen in der Nähe (beispielsweise „Café in der Nähe“) vornimmt.

Damit eine Schaltung lokaler Suchnetzwerk-Anzeigen möglich ist, muss ein Werbetreibender jedoch zwei Erforderlichkeiten berücksichtigen:

  • Im Google Ads Account des Werbereibenden müssen Standorterweiterungen aktiviert sein.
  • Es muss ein Google My Business-Eintrag des Unternehmens vorhanden sein. Sollte kein My Business-Eintrag existieren, muss der Werbetreibende einen solchen erstellen bevor eine Schaltung lokaler Suchnetzwerk-Anzeigen möglich ist. Die hinterlegten Daten sollten stets auf ihre Aktualität und Korrektheit überprüft werden.

Weiterhin ist es ratsam Keywords mit Bezug auf den jeweiligen Unternehmensstandort in das Kampagnensetup zu integrieren. Ebenso sollte das regionale Suchverhalten der anzusprechenden Zielgruppen berücksichtigt werden. Geografische Ausrichtungen und standortabhängige Gebote fördern zudem die Anzeigensichtbarkeit für potenzielle Kunden, welche sich in der Nähe des Unternehmens befinden.

Lokale Suchnetzwerk-Anzeigen liefern den Google Maps-Nutzern nicht nur nützliche Informationen über die Öffnungszeiten und die Adresse eines Ladengeschäftes, sondern sie sollen vordergründig dazu animieren, diese Lokalität aufzusuchen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Telefonnummer des jeweiligen Unternehmensstandortes dem Nutzer zugänglich gemacht wird, sodass dieser unmittelbar mit dem Werbetreibenden in Verbindung treten kann.

Zur Auswertung der Klickverläufe lokaler Suchnetzwerk-Anzeigen lassen sich folgende Parameter heranziehen:

  • Klicks auf „Route berechnen“: Wenn Nutzer eine Wegbeschreibung durch einen Klick auf die Anzeige erhalten.
  • Klicks auf „Details zum Standort“: Wenn Nutzer erweiterte Informationen durch einen Klick auf die Anzeige in der Suchergebnisliste erhalten.
  • Klicks auf Click-to-Call-Anzeigen (Mobiltelefone): Wenn Nutzer einen Anruf mittels eines Anzeigenklicks ausführen.

Autor: Kevin Josso Jonjic

Datum: 24.05.2019

Quellen:

https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-04-10/google-flips-the-switch-on-its-next-big-money-maker-maps, aufgerufen am 24.05.2019

https://support.google.com/google-ads/answer/7040605?co=ADWORDS.IsAWNCustomer%3Dfalse&hl=de, aufgerufen am 24.05.2019

https://support.google.com/google-ads/answer/3246303, aufgerufen am 24.05.2019