Google AdWords Anzeigen emotionaler gestalten


Wie schreibt man Google AdWords Anzeigen, die gute Klickraten erzielen und dann auch noch die Conversion-Ziele erreichen? Das fragen sich sicherlich Werbetreibende Tag für Tag. Es ist auch wirklich gar nicht so einfach, „einschlagende“ Texte zu verfassen, weil nicht jedes Produkt „hip“ ist und nicht jede Dienstleistung sich als Lifestyle-tauglich mit entsprechendem modernen Vokabular umschreiben lässt.

Die Kollegen vom amerikanischen Portal searchengineland haben jüngst einen Beitrag zum Thema emotionalere Zielgruppenansprache bei den AdWords veröffentlicht, den wir hier einmal mit den wichtigsten Fakten zusammenfassen wollen:

In einer Analyse untersuchten sie mehr als 600 AdWords-Anzeigen mit sehr guter Performance hinsichtlich deren Klickraten und dem verwendeten Sprachstil bzw. Sprachniveau. Man schaute also, ob die Sprache eher dem Niveau von Schülern der Grundschule, der High School oder College Studierenden entsprach.

Die besten Klickraten erzielten dabei die Anzeigen mit einem mittleren Sprachniveau. Es sollte also nicht zu simple, aber auch nicht zu kompliziert getextet werden. Diese Erkenntnisse lassen sich auch auf den deutschen Markt übertragen, zumal die deutsche Sprache komplexer als die englische ist.

Des Weiteren analysierte man, wie sich Emotionalität in den Anzeigen auswirkte. Die Generierung von Anzeigen erfolgt heutzutage oft mittels Tools oder auch Excel. Fragmente, Templates o.ä. werden zusammengefügt und kombiniert. Meist wirken diese Ads zuweilen recht schlicht, neutral und emotionslos. Das ist aber laut der Autoren der Untersuchung nicht zwingend ein Problem. Ungünstig ist es jedoch, zu oft auf die Produkt-Features anstelle des Produktnutzens hinzuweisen.

Der Kunde sucht eine Lösung für sein Problem und der Unternehmer will ein Produkt verkaufen. Dabei will Ersterer nicht den Verkäufer mit einem Kauf erfreuen, ihm feierlich Umsatz schenken, sondern will seine Bedürfnisse befriedigen. Es ist ein häufiger Fehler, den Kunden die Produktmerkmale quasi „aufzudrängen“ und somit nicht wirklich auf ihn einzugehen.

Folgende Wörter ergaben damit einhergehend in den Analysen besonders gute Klickraten:

  • Your
  • Free
  • Now
  • Get
  • Online
  • Our
  • Online
  • Save
  • Best
  • Shipping
  • You

Die deutschen Entsprechungen erzielen nach unseren Erfahrungen tatsächlich auch in deutschen Ads oft gute Klickraten. Vorsichtig sollte man natürlich mit Begriffen wie zum Beispiel „kostenlos“ sein. Nicht jede gute Klickrate führt auch zu Bestellungen.

Zusammengefasst bedeutet das: Die Ads in den Accounts sollten hinsichtlich des Sprachniveaus und der Emotionalität regelmäßig kontrolliert und ggf. mit etwas mehr „Schwung, Spannung und Kundenbezug“ angereichert werden.

Lesen Sie hier gern den Artikel im Original (Quellenangabe):
What teen fiction can teach you about writing ad copy

Ein weiterer interessanter Text (ebenfalls searchengineland) zum Thema (Quellenangabe):
How to write PPC text ads in 2017’s sophisticated environment

Quellenangaben:
What teen fiction can teach you about writing ad copy
How to write PPC text ads in 2017’s sophisticated environment

Posting: Susen Bonkowski
Datum der Veröffentlichung: 25.08.2017