Google AdWords: Umgang mit dem Berichtseditor


AdWords-Erfahrene werden in den letzten Monaten bemerkt haben, dass Google mehr und mehr seinen „Berichtseditor“ ins Spiel bringt, also den Werbetreibenden dazu animieren möchte, das Tool verstärkt zu nutzen. Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem großen Werkzeug und warum ist es zum Teil noch recht schwierig damit zu arbeiten?

Normalerweise ist man es gewohnt, im Account die Berichte in den Ansichten Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords etc. per Excel o.ä. herunterzuladen und dann weiterzuverarbeiten. Also es folgen u.a. Analysen oder die Erstellung von Diagrammen. Dabei liegen in der Oberfläche in den Ansichten bereits zahlreiche Messwerte vor, die nur noch mittels Spalten erweitert oder verkürzt werden.

Im Berichtseditor hingegen ist der Bestandteil „editieren“ sehr wörtlich zu verstehen. Hier sitzt man zunächst vor einem völlig leeren Blatt, dem sogenannten Canvas und sieht die Detailebene (z.B. Kampagne), Leistung (z.B. Klicks), Ausrichtung (z.B. Netzwerk) etc. nicht horizontal wie gewohnt, sondern vertikal. Das ist erst einmal eine Umstellung. Zudem öffnet sich beim Anwählen des Berichtseditors ein neuer Tab, d.h. die gewohnten oben genannten Übersichten liegen losgelöst im anderem Tab und man fühlt sich doch etwas verloren mit diesem leeren Canvas und der Aufgabe, jetzt alles „freihändig“ zu editieren.

Die eventuelle „Angst vor dem leeren Blatt“ sollte aber nicht davon abhalten, den Berichtseditor schrittweise in die Arbeit zu integrieren. Hier listen wir einige Vorteile und Tipps auf:


  • Mehrdimensionale Tabellen und Diagramme können direkt in der Oberfläche erstellt werden – ohne Download per Excel & Co.
  • Die grafische Erstellung, die ggf. in Excel etwas schwerfiel, übernimmt Google schnell und einfach, hier finden sich wirklich klare Zeitersparnisse
  • Mit Hilfe der Multisegmentanalyse lassen sich die Daten sehr genau analysieren, die Segmente sind jetzt besser sichtbar, auch wenn man sehr weit nach unten scrollen muss, wird man diese wohl mehr nutzen als bisher
  • Diagramme ermöglichen das rasche Erkennen von Trends, was in Tabellen oft (eher) untergeht oder nur mühsam „herausgelesen“ werden kann
  • Filter und Sortierfunktionen bieten sehr viele Varianten zur noch genaueren Ansicht

Es wäre sinnvoll, sich seine bereits in der Vergangenheit erstellten Berichten anzusehen und diese zu versuchen, mit dem Berichtseditor zunächst als Tabellen und Diagramme nachzubauen. Danach ist es denkbar, sich zu überlegen, was ggf. schon immer Thema bei Kampagne XY war, aber noch nie richtig angegangen wurde. Hier könnte man Schritt für Schritt die Möglichkeiten durchspielen. Wenn die vielen in dem Moment nicht relevanten Bausteine im Editor ablenken, blendet man diese einfach so weit es geht aus.

Es kann auch hilfreich sein, sich einige Ideen auf Papier zu notieren, bevor man sich vielleicht wiederholt innerhalb der Oberfläche verzettelt. Was will ich wissen und welche Daten bräuchte ich? Mit diesen Notizen ist es leichter, im Berichtseditor alles zielgerichtet zusammenzustellen.

Weitere Infos erfahren Sie in der AdWords Hilfe:

Ein Video zum Berichtseditor für den ersten, schnellen Überblick
Die Vorteile und wichtigsten Features des Berichtseditors mit Anleitung

Quellenangaben:
Ein Video zum Berichtseditor für den ersten, schnellen Überblick
Die Vorteile und wichtigsten Features des Berichtseditors mit Anleitung

 

Posting: Susen Bonkowski
Datum der Veröffentlichung: 04.08.2017