LinkedIn Ads – Neue Kampagnenziele und weitere Updates


Der Kampagnen-Manager von LinkedIn unterliegt auch in diesem Jahr einer stetigen Optimierung und wird kontinuierlich mit neuen Updates erweitert. So wurden auch die im Juli 2019 eingeführten Kampagnenziele nun in sämtlichen Konten final ausgerollt. Bei den drei neuen Kampagnenzielen handelt sich um Brand Awareness, Conversions und Bewerber.

Abb 1.: Übersicht der Zielvorhaben beim Kampagnen-Setup

LinkedIn eröffnet dem Werbetreibenden damit die Möglichkeit anhand der Zielvorhaben sämtliche Stufen eines vollständigen Marketing-Funnels abzudecken.

Brand Awareness & Conversions

Musste man zuvor bei der Kampagneneinrichtung noch manuell nach Impressionen optimieren, um den Fokus auf Steigerung von Reichweite zu legen, so lässt sich nun – analog zum Reichweitenziel des Werbeanzeigenmanagers von Facebook – Brand Awareness als übergeordnetes Werbeziel festlegen. Dadurch kann das obere Ende eines Full-Funnels abgebildet werden.

Ähnlich verhält es sich beim Optimierungsziel Conversion. Bei der Auswahl dieses neuen Zieles werden Anzeigen vermehrt denjenigen Personen angezeigt, welche tendenziell am ehesten eine bestimmte vorab definierte Handlung auf der Website vollziehen. Um Conversions auf LinkedIn ordnungsgemäß erfassen zu können, besteht allerdings die Notwendigkeit das Conversion Tracking im Kampagnen-Manager einzurichten, indem das LinkedIn Insight-Tag auf der Website verbaut wird. Hierbei besteht die Option, den Insight-Tag einmalig für die komplette Website einzubauen oder gezielte Events (wie beispielsweise der Kauf eines Produktes oder die Registrierung für einen Newsletter) zu erfassen, indem der jeweilige Code am Ort, an dem die Conversion stattfindet, installiert wird.

Bewerber als Zielvorhaben für Recruiting Kampagnen

Noch interessanter wird es vor allem beim neuen Ziel Bewerber. Insbesondere für Unternehmen im B2B Bereich, die das Business Netzwerk LinkedIn für die Gewinnung potenzieller Fachkräfte nutzen, ist diese Möglichkeit sehr spannend.

Möchte man für seine Recruiting Kampagne kein Tagesbudget einstellen, bietet das neue Werbeziel zudem als Einziges die Möglichkeit des automatisierten Budget-Pacings. Dadurch lässt sich steuern, wie das Gesamtbudget während der Laufzeit einer Kampagne ausgegeben wird. Während bei der Wahl von Kein Pacing oder Einheitliches Pacing das Budget entweder möglichst schnell oder gleichmäßig ausgegeben wird, bietet die standardmäßig eingestellte Option Optimiertes Pacing auf Traffic-Basis die Option das Budget nur dann auszugeben, wenn die in der Zielgruppe vorhandenen Mitglieder tatsächlich auf LinkedIn aktiv sind.

Bei der Auswahl des Anzeigenformates ist vor allem das neue Format Stellenanzeige sehr interessant. Bei dieser Variante werden Anzeigen erstellt, welche Profildaten der LinkedIn Mitglieder nutzen, um eine personalisierte Ausspielung zu ermöglichen. Hierfür ist es jedoch notwendig, vorab eine oder mehrere Stellenanzeigen auf der eigenen LinkedIn Unternehmensseite anzulegen, damit die entsprechende Jobbezeichnung automatisch integriert und die Verlinkung zur eigentlichen Stellenanzeige stattfinden kann.   

Der Nachteil dieser Variante ist allerdings, dass diese lediglich auf dem Desktop beworben werden können. Eine mobile Ausspielung ist aktuell noch nicht möglich.

Die neuen Kampagnenziele bieten dem Werbetreibenden nun die Möglichkeit, eine stärker konzipierte und maßgeschneiderte Marketing-Funnel Strategie aufzubauen: Beginnend bei Awareness-Zielen im Top-Funnel über Consideration-Kampagnen im Mid-Funnel bis hin zu den Conversion-Zielen, die sich dann am unteren Ende des Marketingtrichters befinden, sprich die sogenannten Bottom-Funnel-Ziele.

Weitere Updates

Auch sonst ist LinkedIn aktuell fleißig bei der Einbindung neuer Updates im Kampagnen-Manager. So können im Targeting-Bereich nun die unterschiedlichen Interessen- und Personenkategorien nicht mehr lediglich mit einem UND- sondern auch einem ODER-Operator verknüpft werden. Zudem lassen sich Zielgruppen nun weiter eingrenzen und es können Personen ausgeschlossen werden, die ausgewählte Kriterien nicht erfüllen.

Die Ad-Formate werden ebenfalls kontinuierlich angepasst. So können beispielsweise vertikale Videos oder Videos im 1:1 Format geteilt werden. Mit der Erweiterung Conversational Ad für das Format Message Ad können Nutzer, welche die entsprechende Nachricht in ihrem Postfach erhalten, mit Selbiger auch selbst interagieren. Einen Chat-Bot gibt es dafür allerdings noch nicht.

Fazit

LinkedIn macht weiter Fortschritte bei der Entwicklung seines Kampagnen-Managers. Zwar ist der Werbeanzeigen Manager von Facebook hinsichtlich seiner Funktionen noch immer ein Stück voraus, dennoch findet ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess statt. Insbesondere durch die granularen Targeting-Möglichkeiten in Verbindung mit dem neuen Kampagnenziel Bewerber ist LinkedIn für Recruiter die ideale Anlaufstelle, um neue Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Wichtig wäre zukünftig allerdings die mobile Ausspielung noch stärker zu forcieren.   

Autor: Ronny Döhmer

Datum: 23.10.2019

Mehr Informationen

Fachbeitrag „LinkedIn Ads – Zielbasierte Kampagnenerstellung“, https://www.finnwaa.de/linkedin-ads-zielbasierte-kampagnenerstellung/

Quellen

LinkedIn Hilfe „Objective-Based Advertising im Kampagnen-Manager – Übersicht“, https://www.linkedin.com/help/linkedin/answer/94698, aufgerufen am 21.10.2019

LinkedIn Hilfe „The New Objective-Based Advertising Experience – Overview“ (Englisch), https://www.linkedin.com/help/lms/answer/103969?lang=en, aufgerufen am 21.10.2019

LinkedIn Hilfe „Job Applicants – Ad Objective Overview“ (Englisch), https://www.linkedin.com/help/linkedin/answer/104430, aufgerufen am 21.10.2019