Zielvorhabenoptimierte Shopping Kampagnen


„Managing your Shopping campaigns has never been easier.” Mit diesen Worten stellt Google in den Blogeinträgen das neuestes Ads Feature vor. Denn was bereits im Displaynetzwerk funktioniert, soll nun auch bei Shopping Kampagnen zum Erfolg führen:

Die zielvorhabenoptimierte Shopping Kampagne ist Googles nächster Schritt hin zu einer vollständig automatisierten Ads Kampagne. Durch maschinelles Lernen und die daraus resultierenden automatischen Kampagneneinstellungen sollen maximale Conversions generiert werden.  Zudem erzielt die Verbindung von Shopping mit dynamischen Remarketing eine deutlich höhere Reichweite.

Was genau für die Erstellung einer solchen Kampagne notwendig ist, wird in folgendem Fachbeitrag näher vorgestellt.

Was sind Zielvorhabenoptimierte Shopping Kampagnen?

Als Bündelung der bereits bekannten Features der Shopping- und Remarketing Kampagne liefert die zielvorhabenoptimierte Shopping Kampagne sowohl Shopping- als auch Remarketing Anzeigen aus.

Damit werden die Produkte in der Google-Suche, im Displaynetzwerk sowie auf Youtube und in Gmail ausgeliefert.

Wie auch bei der Smart Display Kampagne laufen folgende Einstellungen automatisiert ab:

  • die Gebotssteuerung
  • die Wahl geeigneter und relevanter Placements
  • die Wahl der richtigen Zielgruppen
  • die Anzeigenerstellung anhand der Informationen aus dem Feed, wobei hier verschiedene Kombinationen von Bild und Text erstellt werden

 

Mit diesen Maßnahmen verspricht Google, den Conversion-Wert entsprechend des angegebenen Budgets zu maximieren.

Ebenfalls wie bei den Smart Display Kampagnen muss auch hier eine Zielsetzung vorgegeben werden. Zur Auswahl stehen dabei die Conversion-Maximierung innerhalb eines festgelegten Budgets oder die Conversion-Maximierung innerhalb eines festgelegten Ziel-ROAS.

Voraussetzung für die Nutzung einer zielvorhabenorientierten Shopping-Kampagne ist zunächst der Einsatz von Conversion-Tracking mit transaktionsspezifischen Werten sowie ein allgemeiner Website-Tag für das Remarketing (mit mindestens 100 aktiven Nutzern). Zudem muss die vorhandene Shopping Kampagne in den letzten 45 Tagen mindestens 20 Conversions erzielt haben.

Auch bei diesem Kampagnentyp liefert die Vollautomatisierung den Nutzern nicht nur Vorteile. Da Shopping-Kampagnen in vielen Konten den Großteil des Umsatzes ausmachen, ist die Umstellung auf zielvorhabenoptimierte Shopping Kampagnen in Verbindung mit der Zusammenführung von Shopping und Remarketing eine große Umstrukturierung und damit zugleich ein größeres Risiko. Dies liegt vor allem daran, dass Anzeigen der zielvorhabenoptimierten Kampagne den Vorrang gegenüber den regulären Shopping- und Remarketing Anzeigen haben. Somit ist ein paralleles Testing zwischen beiden Kampagnentypen für dasselbe Produkt nicht möglich.

Auch sind bei diesem Feature nur wenige manuelle Eingriffe möglich. Beispielsweise lässt sich nicht steuern, wie groß der Remarketing- oder Shopping- Anteil am Gesamtbudget der Kampagne sein soll. Grundsätzlich ist nicht einmal ersichtlich, ob sich dies überhaupt beobachten lässt.

Auch eine Priorisierung der Shopping-Kampagnen, wie sie von vielen Nutzern angewendet wird, lässt sich mit dem neuen Kampagnentyp nicht vornehmen, da es hier keine Möglichkeiten gibt, auszuschließende Keywords einzubuchen.

Schlussendlich erleichtert die zielvorhabenoptimierte Shopping Kampagne dem Nutzer zwar das Account Management, in der Praxis kann aber auf bestimmte manuelle Eingriffe noch nicht verzichtet werden, wenn auch die Performance stimmen soll. Da Shopping Kampagnen bei den meisten Nutzern einen großen Teil zum Umsatz beitragen und Remarketing Kampagnen besonders wichtig für die Kundenbindung sind, empfiehlt sich hier eher eine separate Betreuung, um den Fokus auf die jeweiligen Ziele legen zu können.

Weitere Informationen zur zielvorhabenoptimierten Shopping Kampagne finden Sie unter folgendem Link:
https://support.google.com/google-ads/answer/7674739

Quellen:
https://support.google.com/google-ads/answer/7674739

Posting: Maxi Leonie Migdal
Datum der Veröffentlichung: 21.06.2018